Bisshebung als Therapie bei abgenutzten Zähnen

Zähne sind zwar das härteste Material im menschlichen Körper, das macht sie aber nicht unzerstörbar. Gelangen Zahnkrankheiten wie Karies durch ihren natürlichen Schutzmantel aus Zahnschmelz, sind sie genauso gefährdet wie bei einer übermäßigen mechanischen Beanspruchung. Zu einer solchen Überlastung kommt es durch starkes stressbedingtes Zusammenpressen der Zähne oder Zähneknirschen – den Bruxismus. Ebenso können angeborene oder erworbene Kieferfehlstellungen mit ungleichmäßigen Belastungen zu einer unnatürlichen Abnutzung einzelner Zähne oder einer Zahnreihe führen. Dabei entsteht in vielen Fällen ein sogenanntes Abrasionsgebiss mit um mehrere Millimeter verkürzten, stark geschädigten Zähnen. Um die Zähne in Ästhetik oder Funktion wiederherzustellen, wird eine Bisshebung erforderlich.

Die Bedeutung eines gesunden, natürlichen Bisses

Die Kräfte, die beim Zähneknirschen entstehen, übersteigen die beim Kauen von Nahrung um ein Vielfaches. Sie überlasten schnell nicht nur die Zähne, sondern weiter noch die Kiefergelenke, die Muskulatur im Kieferbereich bis hin zu den Muskeln im gesamten Hals-Nacken-Bereich. Es kommt zu oft chronischen schmerzhaften Verspannungen mit möglichen Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Tinnitus. Dieses komplexe Krankheitsbild ist als craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bekannt. Ausgangspunkt kann aber auch eine Kieferfehlstellung sein. Der Leidensdruck der Patienten ist hier enorm. Oft haben sie bereits einen langen erfolglosen Weg allgemeinmedizinischer Untersuchungen hinter sich, bevor sie mit ihren Beschwerden in eine Zahnarztpraxis kommen. Hier kann ihnen endlich geholfen werden. Genauso ist es bei uns, Zahnarztpraxis Dr. Fichna & Kollegen in Ansbach, wir können Ihnen in solchen Punkten kompetent und mit jahrelanger Erfahrung helfen.

Funktionsanalyse, Schienentherapie und Bisshebung

Ähnlich umfangreich und individuell wie das Krankheitsbild fallen die Therapien für eine nachhaltige Heilung aus. Am Anfang steht eine Funktionsanalyse, die den Zustand der Zähne, der Kaumuskulatur und der Kiefer mit ihren Schädigungen oder Störungen erfasst. Ausgehend vom Befund folgt dann die Therapieplanung mit Bisshebung. Sie baut regelmäßig auf zwei Ansatzpunkte: eine Schienentherapie und restaurierende Zahnheilkunde oder Zahnersatz. Aufbissschienen simulieren zunächst den natürlichen Biss, entspannen die Muskulatur, stellen schmerzfreie Bewegungsabläufe der Kiefergelenke wieder her und schützen gleichzeitig die Zähne vor weiteren Schäden. Kronen und andere prothetische Versorgungen bauen den natürlichen Biss zusammen mit einer makellosen Zahnästhetik dann endgültig wieder auf. Häufig schließt sich danach eine weiter Schienentherapie an, um die Zähne solange zu schützen, bis beispielsweise beim Zähneknirschen auch die tieferen Ursachen wie Stress gelindert werden konnten.

Geschrieben am: 19.02.2020
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