Zahnfleischschwund vermeiden

Der umgangssprachlich als Parodontose bezeichnete Zahnfleischrückgang ist kein altersbedingtes Phänomen. Ursache der Parodontitis, wie diese Erkrankung korrekt heißt, sind meist harte Zahnbeläge und Mundbakterien. Seltener führen auch Fehlbelastungen der Kiefermuskulatur durch nächtliches Zähneknirschen zum Rückgang des Zahnfleisches. Fast immer ist eine erfolgreiche Behandlung möglich.

Häufig ist der Rückgang des Zahnfleisches eine Folge von vermehrtem Zahnstein. Dieser kann sich auf dem weichen Zahnbelag (Plaque) bilden, vor allem in den Zahnzwischenräumen, wo sich Mineralien in die Plaque einlagern. Zahnstein lässt sich weder durch Zähneputzen noch durch Spülen beseitigen. Darum muss er regelmäßig mit Handinstrumenten oder durch Ultraschall entfernt werden, um Parodontitis vorzubeugen. Die Neubildung lässt sich durch regelmäßiges Zähneputzen stark einschränken.

Bakterielle Infektionen im Mundraum können ebenfalls zu Zahnfleischschwund führen. Vermehren sich die Erreger ungehindert auf längere Zeit, können sie nicht nur Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischrückgang verursachen, sondern auch zu ernsten organischen Schädigungen führen. Es gibt verschiedene Arten von Erregern. Erst wenn diese Mundbakterien nach einer Untersuchung eindeutig ermittelt wurden, können gezielte Behandlungsmaßnahmen ergreifen.

Nächtliches Knirschen mit den Zähnen ist eine Dauerbelastung für Kiefermuskulatur und Zahnfleisch. Viele Patienten, die darunter leiden, stehen unter starkem psychischem Druck. Um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, raten wir zum nächtlichen Tragen einer Knirscherschiene und empfehlen gegebenenfalls psychotherapeutische Hilfe.

Gerne beraten wir Sie, wie Sie der Parodontitis vorbeugen können und wie Sie weiteren Zahnfleischschwund vermeiden.

Geschrieben am: 21.03.2014
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